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5 Jahre nach dem Pariser Klimaabkommen ist die Welt weit von ihren Zielen entfernt

Am Jahrestag des wegweisenden globalen Klimaabkommens von Paris können wir zwar Bemühungen erkennen, die globale Erwärmung auf 1,5 Grad Celsius zu limitieren, aber wir sind bei weitem nicht da, wo wir sein sollten.

Es ist fünf Jahre her, seit sich die Staats- und Regierungschefs der Welt in Paris getroffen und die Bedingungen des Pariser Abkommens ausgearbeitet haben. Es ist das wegweisende Klimaabkommen mit dem Ziel, die Emissionen schnell genug zu senken, um die schlimmsten Auswirkungen des Klimawandels zu vermeiden. Aber die Welt ist noch weit davon entfernt, die globale Erwärmung tatsächlich anzugehen.

In einem kürzlich veröffentlichten Bericht wird untersucht, was erforderlich ist, um die globale Erwärmung auf 1,5 Grad Celsius zu begrenzen und wieviel Fortschritt in den sechs Schlüsselsektoren Energie, Gebäude, Industrie, Verkehr, Landwirtschaft und Wälder eigentlich erzielt wurde. „In den meisten Sektoren bleiben wir weit hinter dem zurück, wo wir sein müssen, um die schlimmsten Auswirkungen des Klimawandels zu vermeiden“, sagt Kelly Levin, Senior Associate im globalen Klimaprogramm des World Resources Institute und eine der Autoren des Berichts, der zusammen mit der ClimateWorks Foundation erstellt wurde. „Selbst an den Stellen, an denen wir dachten, dass wir ziemlich gut abschneiden, müssen wir die Aktion wirklich erheblich beschleunigen, um unseren Klimazielen näher zu kommen.“ 

Lediglich 2 von 21 Faktoren auf Kurs

Um die Erwärmung auf 1,5 Grad zu begrenzen, muss die Welt bis etwa Mitte des Jahrhunderts die Netto-Null-Emissionen erreichen und die Emissionen bis 2030 um etwa die Hälfte senken. Von 21 im Bericht untersuchten Indikatoren waren nur zwei auf Kurs. So wachsen die Ernteerträge im richtigen Tempo, um bis Mitte des Jahrhunderts 10 Milliarden Menschen ernähren zu können, ohne mehr Wälder zu plündern, um Platz für landwirtschaftliche Betriebe zu schaffen. Das Produktivitätswachstum aus der Viehzucht ist ebenfalls auf Kurs. Der Bericht stellt jedoch fest, dass es in beiden Fällen schwierig sein wird, das derzeitige Fortschrittstempo aufrechtzuerhalten. Und der Rest der Indikatoren ist noch herausfordernder. „Dreizehn bewegen sich in die richtige Richtung, aber viel zu langsam für das, was benötigt wird“, sagt die Mitautorin des Berichts, Katie Lebling. „Zwei von ihnen gehen völlig in die falsche Richtung. Das ist also sehr besorgniserregend. „

To-Dos

  • Der CO2-Fußabdruck neuer Gebäude müsste schneller schrumpfen.
  • Die Nachrüstung von Energie müsste schneller erfolgen.
  • Der CO2-Fußabdruck bei der Herstellung von Stahl und Zement muss ebenfalls schneller gesenkt werden.
  • Elektrofahrzeuge müssten viel schneller eingeführt werden − bis 2030 zwölfmal schneller als die derzeitige Verkaufsrate. Während der Verkauf an einigen wenigen Orten wie Norwegen, wo 56% der 2019 verkauften Neuwagen Elektrofahrzeuge waren, schneller abläuft, machen sie immer noch nur rund 1% aller Fahrzeuge auf der Straße aus.
  • Neue Bäume müssen fünfmal schneller hinzugefügt werden.

Was die Punkte betrifft, bei denen derzeit überhaupt keine Fortschritte erzielt werden, sieht es wie folgt aus:  

  • Die Entwaldung hat seit der Jahrtausendwende zugenommen; es muss hier eine Kehrtwende geben.
  • Der CO2-Fußabdruck der Landwirtschaft wächst ebenfalls. Auch hier muss der Kurs komplett geändert werden.

In jedem Sektor gibt es unterschiedliche Herausforderungen. Im Energiesektor „bewegt sich der Markt in Bezug auf die Skalierung erneuerbarer Energien in die völlig richtige Richtung, aber wir haben eine Regierungspolitik, die Investitionen in fossile Brennstoffe aufrechterhält, was sehr, sehr problematisch ist“, sagt Levin.

Als die Länder dem Pariser Abkommen zum ersten Mal beitraten, verpflichteten sie sich freiwillig zur Emissionsreduzierung − jeder ein erster Schritt in einer Reihe von Zielen, die sich im Laufe der Zeit verbessern sollen. Jetzt sind die Länder dabei, sich neue Ziele zu stecken und herauszufinden, wie diese erreicht werden können. Die Pläne für die nächste große Klimakonferenz, die COP26 (November 2021 in Glasgow, Schottland), sind in Kraft. Die USA – als zweitgrößter Emittent der Welt – steht vor der schwierigen Aufgabe, ihr Handeln mit den wissenschaftlich notwendigen Anforderungen in Einklang zu bringen.

Der Klimawandel und seine Folgen

Die Folgen einer zu langsamen Bewegung liegen auf der Hand. Bisher ist die globale Durchschnittstemperatur um 1 Grad Celsius gestiegen. In diesem Jahr verbrannten Waldbrände in Kalifornien mehr 10.000 km². Buschfeuer in Australien, die sich von Ende 2019 bis Anfang 2020 erstreckten, zerstörten rund 115.000 km². Ein Rekord von 30 namhaften Stürmen (sie alle bekamen einen Namen) wirbelte durch den Atlantik, wobei sechs zu großen Hurrikanen wurden. In Bangladesch wurden Millionen von Menschen durch massive Überschwemmungen vertrieben. Das kalifornische Death Valley erreichte die höchste jemals auf der Erde gemessene Temperatur von 54 °C. Das Great Barrier Reef erlitt die schlimmste Massenbleiche der Korallen in der Geschichte. Die schmelzende Eisdecke in Grönland verlor mehr als 580 Milliarden Tonnen Eis.

Ohne Transformationsänderungen − und nicht nur kleine Verbesserungen − werden sich die Auswirkungen auf das Klima erheblich verschlechtern. Die Entscheidungen, die die Länder im Vorfeld der COP26 über künftige Klimaschutzverpflichtungen treffen, führen hoffentlich dazu, dass die schlimmsten Klimaauswirkungen vermieden werden. Doch wir haben ein sehr enges Zeitfenster für diesen Richtungswechsel.

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