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Beim Leadership gehts ums Coaching – und so gelingt es

Sie können beim Leadership mit einer ganz einfachen Verhaltensänderung beginnen, die absolut positive Auswirkungen haben kann. 

Wenn Sie ein ein Teamleader oder Manager eines Unternehmens sind, müssen Sie sehr wandelbar sein. So sind Sie beispielsweise Projektmanager, Delegator, Sprecher und vor allem ein Coach. Das Problem ist, dass niemand jemals sagt, was es überhaupt bedeutet, ein effektiver Coach zu sein.

Was macht einen guten Coach aus?

Sollten Sie sich wie ein Sporttrainer verhalten? Ein Therapeut? Oder führen Sie ein bizarres HR-Ritual durch? Die Antwort ist keine der oben genannten. Tatsächlich geht es darum, eine kleine Änderung an Ihrem Verhalten vorzunehmen, die erhebliche Auswirkungen haben wird.

Ein Teamleader zu sein bedeutet, neugieriger zu sein und nur langsam Ratschläge zu geben und Maßnahmen zu ergreifen. Das bedeutet nicht, dass Coaching niemals Ratschläge erfordert. Manchmal ist es Ihre Aufgabe, eine Antwort zu geben. Wenn das Gebäude abbrennt, werden Sie  wohl nicht darüber sprechen, wie sich die Menschen wegen des Rauchgeruchs fühlen. Die Wahrheit ist jedoch, dass die meisten von uns Ratgeber sind. Wir hören nicht so viel zu, wie wir sollten.

Denken Sie an das letzte Mal, als jemand mit Ihnen über ein komplexes Thema gesprochen hat. Haben Sie aufmerksam zugehört? Die Chancen stehen gut, dass Sie nach ungefähr drei Sätzen Ihre eigenen Ideen zu dem Thema hatten und Ihren Gesprächspartner unterbrochen haben. Ist es nicht so?

Starten Sie mit einer einfachen Frage

Dies ist ein einfaches Konzept, das jedoch nur schwer zu implementieren ist. Laut einer Umfrage aus dem Jahr 2015 unterbrechen Ärzte im Durchschnitt ihre Patienten nach 18 Sekunden. Manager sind im Zuhören vermutlich nicht um vieles besser.

Um neugierig zu sein, müssen Sie Fragen stellen ‒ und diese müssen nicht kompliziert sein. Beginnen Sie mit „Gibt es sonst noch etwas?“ Das ist wohl kaum die nachforschende, introspektive Coaching-Frage, die Sie erwarten. Aber sie funktioniert wirklich gut. Sie basiert nämlich auf dem Verständnis, dass die erste Antwort, die jemand gibt, niemals die einzige Antwort ist. Außerdem ist sie selten die beste Antwort.

Viel zu viele von uns werden aktiv, bevor sie wissen, worum es eigentlich geht. Wir suchen nicht weiter, um in die Tiefe zu gehen und weiter zu graben, über den ersten Gedanken hinaus. Die Frage „Gibt es sonst noch etwas?“ erlaubt uns etwas tiefer zu gehen. Diese Frage funktioniert so gut, dass es sich um ein „Selbst-Management-Tool“ handelt.

Sie wissen, dass Sie die Gewohnheit haben, Ratschläge, Lösungen, Meinungen und Ideen einzubringen. Das machen wir alle. „Gibt es sonst noch etwas?“ ist eine der effektivsten Methoden, um Ihr inneres „Ratschlags-Monster“ zu zähmen und ein wenig länger neugierig zu bleiben.

Wie sollte die Frage wirksam eingesetzt werden?

Diese Frage ist wichtig, weil sie fast immer anwendbar ist. Sie können im Allgemeinen mehr für Ihr Geld bekommen, wenn Sie die Frage „Gibt es sonst noch etwas?“ einwerfen. Natürlich macht der Ton die Musik. Sie könnten diese Frage aus einem Gefühl der Langeweile, Frustration, des Desinteresses oder der Verachtung stellen. Dann ist es sehr unwahrscheinlich, dass sie effektiv ist. Wenn Sie jedoch aus echter Neugier, aus persönlichem Interesse heraus fragen, wird die andere Person nicht einmal registrieren, dass es sich um eine Frage handelt, die Sie möglicherweise schon zuvor gestellt haben.

Wenn Sie das Gefühl haben, die Dinge voranzutreiben oder das Gespräch zu beenden, fragen Sie sie: „Gibt es sonst noch etwas?“ Dies zeigt an, dass Sie bereit sind, die Diskussion zu beenden, aber Sie geben auch Raum für alles Wichtige, das noch eingebracht werden kann. Es ist eine emotional intelligente Methode, ein Signal zu senden, dass Sie das Gespräch beenden möchten.

Coaching ist ein wesentliches Führungsverhalten. Neugier ist die treibende Kraft, wenn es um Trainer geht. Fragen sollten neugierig machen. Wenn Sie nur eine Frage zu Ihrem Führungsrepertoire hinzufügen möchten: „Gibt es sonst noch etwas?“ könnte diese eine Frage sein. Denken Sie daran, dass Sie als Führungskraft oder Manager nicht alle Antworten haben müssen, sondern Ihre Angestellten dazu bringen, die richtigen zu finden.

fastcompany.com

 

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