GESUNDHEIT
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Was können wir für die Sehkraft unserer Kinder tun?

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Ein weiterer Grund, Ihr Kind zum Spielen nach draußen zu schicken. Wenn ihre Sprösslinge nämlich zu viel Zeit in den Innenräumen verbringen, kann das ihre Sehkraft beeinträchtigen. Das mag vielleicht eine Erklärung dafür sein, warum Bücherwürmer scheinbar so oft eine Brille benötigen.

Im Gegensatz dazu, was überfürsorgliche Eltern möglicherweise behaupten, sollten Kinder dazu ermutigt werden, so viel wie möglich Zeit im Freien zu verbringen. Zugang zu Grünflächen fördern Gesundheit und Energie und hilft Kindern, kreativ zu werden. Etwas, das Zeit vor dem Bildschirm nicht tut.

Die Kindheit und die ideale Sehkraft

Jetzt gibt es einen weiteren Grund, warum Kinder so viel wie möglich im Freien verbringen sollten: Forscher der Northwestern University in den USA fnden heraus, dass Kinder, die zu viel Zeit in Innenräumen verbringen, schneller kurzsichtig werden. Und diese potentielle Kurzsichtigkeit hat nichts damit zu tun, dass sie zu Hause eingepfercht werden und ihren Blick daher nicht auf Dinge richten können, die weit weg sind, sondern mit dem künstlichen Licht, dem sie im Haus ausgesetzt sind.

Ob man kurz- oder weitsichtig ist, hat etwas mit der Länge der Retina oder Netzhaut des Auges zu tun. Wenn sie zu lang ist, wird man eines Tages kurzsichtig, ist sie zu kurz, wird man weitsichtig. “Das Auge muss zur richtigen Zeit im Laufe der Kindheit aufhören zu wachsen,” so Gregory Schwartz, Assistenzarzt für Augenheilkunde. Schwartz ist der führende Autor einer Studie, die sich mit der speziellen Zelle beschäftigt, die der Retina die Informationen gibt, wann sie zu wachsen aufhören muss. Und genau diese Zelle wird davon beeinflusst, wie viel Zeit die Kinder drinnen oder draußen verbringen.

Eine Zelle beeinflusst die Sehkraft

Diese spezielle Zelle ist extrem sensitiv was Licht anbelangt und hilft der Retina, sich auf etwas zu fokussieren. Sie erkennt Kontraste also ähnlich wie der Auto-Fokus einer Kamera. Diese Information wird an eine spezielle Region im Gehirn weitergegeben. Sobald diese mit der Bildqualität und Schärfe der Retina “zufrieden ist”, wird eine entsprechende Information ausgeschickt, sodass die Netzhaut nicht mehr weiterwächst.

Untersuchungen bestätigen nun, dass künstliches Licht diesen Prozess durcheinanderbringt. Da das Licht in Innenräumen große Unterschiede im rot-grün-Bereich des Spektrums aufweist, kann es die Zellen austricksen. Diese denken nun, dass sich das Auge auf eine Sache fokussiert, obwohl dies gar nicht der Fall ist. Und das führt dazu, dass die Zellen die Netzhaut anweisen, weiter zu wachsen – eine Ursache für Kurzsichtigkeit.

Man hatte zwar angenommen, dass bestimmte Zellen in Verbindung mit der Retina existieren. Doch vor dieser Studie wurden sie nicht wirklich als solches identifiziert. Der nächste Schritt wird sein, die verantwortlichen Gene für diese Zellen zu finden. Das könnte eine Möglichkeit bieten, Gentherapien zu entwickeln, die die menschliche Sehkraft verbessern.

Die andere Sache, die wir uns aus dieser Studie mitnehmen können ist, dass Kinder schlicht und einfach mehr Zeit im Freien verbringen sollten.

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