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Verwechseln Sie Ihre beruflichen Kompetenzen nicht mit Ihren Referenzen

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Referenzen oder Kompetenzen? Haben Sie für eine renommierte Firma gearbeitet oder gar eine Elite-Uni besucht? Das mag weniger wichtig sein, als Sie denken. Was Sie dort getan haben, ist das, was wirklich zählt.

Referenzen beherrschen heute oft nach wie vor den traditionellen Arbeitsmarkt. Kandidaten werden geschult, um prestigeträchtige Details im Lebenslauf und den sozialen Medien einzutragen oder bei Vorstellungsgesprächen zu erwähnen. Das scheint sich jetzt langsam zu ändern.

Kompetenzen vs. Referenzen

Für viele signalisieren hohe Testergebnisse und Abschlüsse von Eliteuniversitäten, wohlhabende Eltern und andere Formen von Privilegien das, was sie unter Kompetenz und Expertise verstehen. Sich auf Prestige zu verlassen, ist für Arbeitnehmer von heute jedoch zu wenig.

Viele Einstellungsprofis stimmen erfreulicherweise schon folgender Aussage zu: „Wenn ein Kandidat über die richtigen Fähigkeiten für eine offene Position verfügt, ist es egal, welche Art oder welches Format der Ausbildung verwendet wurde, um diese zu erwerben.“ Diese Einstellung schlägt sich langsam im gesamten Talentbereich nieder. Eine kürzlich durchgeführte LinkedIn-Umfrage unter rund 9.000 Recruitern und Personalverantwortlichen hat ebenfalls die Bemühungen verstärkt, den traditionellen Rekrutierungsprozess zu durchkreuzen um vielfältigere, qualifizierte Kandidaten ohne spezielle Elite-Qualifikationen zu finden.

Zur gleichen Zeit erweitern Technologieführer wie beispielsweise Airbnb und Pinterest ihre Ausbildungsprogramme, um zunächst intelligente, nicht-traditionelle Ingenieure einzustellen und sie dann bei der Arbeit zu schulen. Andere Unternehmen beginnen sogar damit, Personen ohne relevante Erfahrung aufzunehmen, solange sie die richtigen Fähigkeiten und Qualitäten besitzen.

Taten sprechen lauter als Referenzen

Aber diese Veränderungen werden Ihnen als Arbeitssuchenden keinen Nutzen bringen, wenn Sie nach wie vor verzweifelt jedes beeindruckende Detail in Ihrem Lebenslauf in den Mittelpunkt zu rücken versuchen. Jetzt ist es an der Zeit, Ihre Fähigkeiten und Kompetenzen in den Vordergrund zu stellen und nicht Ihre Referenzen!

Hier einige Wege, wie Sie das tun können:


Konzentrieren Sie sich auf „On-the-Job“-Siege! 

Angenommen, Sie bewerben sich um einen Job als Marketingdatenanalyst. In der Vergangenheit haben Sie mit der Tatsache gepunktet, dass Sie tolle Noten für Informatik an der Universität erzielt haben. Heute haben Sie möglicherweise mehr Glück, wenn Sie erwähnen, wie Sie analytische Fähigkeiten beherrschen, indem Sie bei einem früheren Arbeitgeber eine neue Software auswählen und implementieren konnten, die von großem Nutzen für das Unternehmen war.

Sprechen Sie direkt auf die Details in der Stellenbeschreibung an!

Sie müssen die Zielposition in- und auswendig  kennen um zu zeigen, wie sich Ihre Erfahrung direkt auf den betreffenden Job bezieht. Seien Sie darauf vorbereitet, Ihren Interviewern genau zu sagen, wie Sie ähnliche Herausforderungen schon gelöst haben ‒ und zwar mit hervorragenden Ergebnissen. Dann, anstatt zu beweisen, warum Sie wie jeder „prestigeträchtige“ Uni-Absolvent sind, erklären Sie, wie die Organisation davon profitiert, einen Angestellten mit Ihrer speziellen Kombination von Entschlossenheit, Belastbarkeit und Einfallsreichtum zu haben.

Werden Sie spezifisch!

Arbeitgeber suchen vermehrt nach Kandidaten, die „Nischenkompetenzen oder einzigartige Erfahrungen entwickelt haben, die sie vom Markt unterscheiden“.


Dies sind alles Dinge, die Recruiter seit undenklichen Zeiten gesucht haben – sie haben nur ausgefallene Stammbäume als Abkürzung für diese Attribute verwendet. Wenn sich das ändert, wird die Jobsuche vielseitiger für Bewerber, unabhängig davon, wo sie zur Schule gegangen sind oder zuletzt gearbeitet haben.

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