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Sind wir drauf und dran, den Schaden durch Alzheimer umzukehren?

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Die Diagnose „Alzheimer“ ist oft ein herber Schlag. Laufend wird geforscht, um der Krankheit den Schrecken zu nehmen. Ein Fokus liegt nun an einer Behandlungsmethode, die den Fortschritt von Alzheimer verzögern oder möglicherweise sogar verhindern kann.

Diese neue Methode verwendet eine Verbindung, die den Wachstum und die Formation von schädigenden Plaques limitieren kann. Genau diese Plaques sind dafür bekannt, in Gehirnen von Alzheimer-Patienten vorherrschend zu sein.

ApoE4-Protein und Alzheimer

Seit über 30 Jahren sind Experten der Ansicht, dass die Gen-Variante ApoE4 die Risiken einer degenerativen Erkrankung des Gehirns – bekannt als Alzheimer – um das 12fache erhöhen kann. Ein Forscherteam der Washington University School of Medicine in St. Louis hat nun eine Möglichkeit gefunden, das Wachstum des ApoE4-Proteins zu unterbrechen. Einiges deutet darauf hin, dass diese Methode eines Tages verwendet werden könnte, um Alzheimer zu verzögern oder zu verhindern.

David Holtzman, Leiter der Neurologieabteilung, und seine Kollegen testeten ihre neu entwickelte Verbindung (hergestellt aus einem DNA-basierten Molekül, das Antisense-Oligonukleotid genannt wird), indem sie diese in die Gehirne neugeborener Mäuse injizierten. Einer Kontrollgruppe wurde entweder Salzwasser oder ein Placebo verabreicht. Die Mäuse, welche diese neu entwickelte Komponente erhalten hatte, hatte verglichen mit den beiden Kontrollgruppen einen nur halb so hohen ApoE-Level.

Auch im Laufe der Zeit entwickelten sich in den Gehirnen von Mäusen, denen die Verbindung verabreicht wurde, weniger dieser schädlichen Plaques und diejenigen, die entstanden, verursachten nur halb so viel Schaden an den Neuronen. Dies lässt vermuten, dass der Schaden, den Alzheimer im Gehirn verursacht, mit Hilfe dieser neu entwickelten Komponente eingedämmt werden kann.

Holtzmann erwartet, dass diese Komponente von Alzheimer-Patienten regelmäßig eingenommen werden müsste. Wenn man damit früh genug beginnt, mag es das Fortschreiten von Alzheimer verhindern oder verzögern.

Unterschiedliche Ansätze bei Alzheimer-Bekämpfung

Carmela Abraham, Professorin für Biochemie an der Boston University, vermutet, dass eine Kombination von Behandlungen, die Amyloid Plaques, das Tau-Protein (dieses wird ebenfalls für eine Vielzahl an Erkrankungen verantwortlich gemacht) und Entzündungen angreifen, höhere Erfolgschancen hat. Sie geht mit ihrem Team anders an das Thema heran. Ihr Ziel ist es, die Neuronen gegen Beta-Amyloid, Tau und Entzündungen widerstandsfähig zu machen, indem sie das Niveau eines nachgewiesenen neuroprotektiven und kognitionserhöhenden Proteins namens Klotho erhöhen.

Während die Teams von Holtzman und Abraham ihre klinischen Studien noch am Menschen untersuchen müssen, sind das nicht die einzigen Bemühungen um Alzheimer zu bekämpfen. Andere haben sich darauf konzentriert, einen Impfstoff oder ein Medikament zu entwickeln – zwei davon befinden sich bereits in klinischen Studien am Menschen -, während es weitere gibt, die sich auf Veränderungen im Lebensstil fokussieren.

Für all jene Betroffenen bleibt zu hoffen, dass diese weit verbreiteten Forschungsmaßnahmen früher oder später bessere Behandlungsmethoden ermöglichen bzw. den Kampf gegen Alzheimer überhaupt gewinnen werden.

www.futurism.com

 

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