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Schwimmende Inseln – künftiges Leben inmitten der Ozeane?

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Schwimmende Inseln und Städte gebaut am Wasser, nur umgeben von Wellen, waren lange der Traum von fortschrittlichen Architekten. Nun soll die erste schwimmende Community in den türkisblauen Wassern der Tahitianischen Lagune entstehen.

Blue Frontiers, ein Startup Unternehmen aus Singapur, hat bereits ein Memorandum mit der Französisch-Polynesischen Regierung unterzeichnet, um an der Südseite der Hauptinsel Tahiti ein schwimmendes Dorf um 60 Millionen $ zu errichten. Der Startschuss für den Bau des Projekts soll 2020 erfolgen.

„Das Dorf wird ein Testobjekt für Technologien, die benötigt werden, um weit größere schwimmende Communities zu errichten,“ so Joe Quirk. Er ist Präsident des Seasteading Institutes, einer Non-Profit-Organisation aus San Francisco, welche die treibende Kraft hinter Blue Frontiers ist. Das Institut hofft eines Tages schwimmende Städte zu errichten, die außerhalb von Hoheitsgewässern bestehender Nationen liegen sollen.

Schwimmende Inseln – nicht nur Touristenattraktion

Das schwimmende Dorf Tahitis wird ein Testobjekt für Technologien, die viel größere schwimmende Inseln und Gesellschaften benötigen würden.

Das schwimmende Dorf Tahitis wird ein Testobjekt für Technologien, die viel größere schwimmende Inseln und Gesellschaften benötigen würden.

Das schwimmende Dorf Tahitis wird sich innerhalb des geschützte Korallenriffs befinden, rund 1.000 Meter vom Ufer entfernt. Die dortige Wassertiefe beträgt ungefähr 30 Meter. Geplant ist, dass 200 bis 300 Personen auf diesen rund ein Dutzend schwimmenden Plattformen leben und arbeiten sollen. Jede Plattform soll die ungefähre Größe eines Baseballfeldes haben. Die einzelnen Plattformen werden durch Gehwege verbunden sein.

Quirk ist der Ansicht, dass diese schwimmenden Dörfer durch eine Kombination aus Öko-Tourismus und neuen Industrien gedeihen werden, wie etwa der Erzeugung erneuerbarer Energie aus Algenzucht oder Wellenkraft.

„Wir werden Bungalows, Apartments und Forschungseinrichtungen haben und natürlich auch ein Unterwasser-Restaurant,“ so Quirk. Einerseits eine Touristenattraktion, soll das schwimmende Dorf auch ein Vorzeigemodell für nachhaltige Gesellschaften werden. „Mit den Plattformen soll auch die Dichte der Lebewesen im Meer erhöht werden, wenn nämlich Pflanzen und Tiere daran anhaften. Und an verschiedenen Stellen der Inseln können diese Lebewesen durch ein Glas beobachtet werden. so wird das Meer mit all seinem Leben hautnah erlebt.“

Schwimmende Inseln – Utopia am Meer

Schwimmende Inseln haben das Denken von Visionären schon seit Generationen beflügelt.

Schwimmende Inseln haben das Denken von Visionären schon seit Generationen beflügelt.

Eine Gesellschaft mitten am Ozean hat über Generationen das Denken von Träumern und Visionären beflügelt. Viele Ideen dazu wurden bereits verbreitet. Es scheint jedoch, dass die Vereinbarung zwischen Blue Frontiers und Französisch-Polynesien zum ersten Mal ein Projekt dieser Art zu Tage fördert, das über den Status reiner Spekulationen hinausgeht. Das Unternehmen plant – beginnend mit Februar 2018 – ein Anfangskapital von 60 Millionen $ in virtueller Währung aufzustellen.

Das Konzept beinhaltet die Idee von utopischen schwimmenden Gesellschaften, die außerhalb der heutigen internationalen Grenzen, Hoheitsgewässern und Rechtsordnungen bestehen. Eine gewisse Autonomie soll ebenfalls Teil des Plans für dieses erste schwimmende Dorf sein. So soll es ein halbautonomes staatliches Start-up unter dem Schutz von Französisch-Polynesien werden.

Schwimmende Inseln – Zukunft für bedrohte Küstenregionen?

Für die Tahitianische Lagune sollte etwas geschaffen werden, das optisch zur Insel passt. Von der Luft aus sieht das schwimmende Dorf daher beinahe wie eine natürliche Insel aus. Die Gebäude sollen, dort wo es möglich ist, aus Recycling-Material entstehen, das in der Gegend vorhanden ist, wie beispielsweise Holz der Kokosnuss-Palmen.

Bart Roeffen (Architekt des Projekts) ist der Meinung, dass Technologien, die solche schwimmenden Gesellschaften benötigten, in Zukunft immer essentieller werden. Besonders auf Inseln oder in Küstenregionen, die durch den steigenden Meeresspiegel bedroht werden.

“An den Säumen zwischen Land und Wasser kommt alles zusammen,” so Roeffen, “und wir möchten eben mehr dieser Säume entstehen lassen.”

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