KOSMETIK
Schreibe einen Kommentar

Von Natur aus schön: Naturkosmetik / Bio-Kosmetik im Trend

OXA-Beauty

Bio liegt im Trend – auch Kosmetik- und Pflegeprodukte werben mit pflanzlichen Inhaltsstoffen und nachhaltiger Schönheit ohne Nebenwirkungen. Doch was ist dran an den natürlichen Schönmachern? Und vor allem: Was ist wirklich drin?

Weltweit übernimmt Naturkosmetik seit Jahren die Funktion eines Innovationsmotors und Wachstumstreibers der Kosmetikbranche. Noch ist kein Ende für den Green-Beauty-Trend abzusehen. Die globale Nachfrage nach mehr Natur in den Tiegeln und Tuben hält an. Dabei wollen Konsumenten bei der Anwendung von Naturkosmetik keine Abstriche machen. Sie erwarten hochwirksame, gut verträgliche Produkte, die selbstverständlich auch nachhaltig hergestellt werden. Dieser Nachhaltigkeitsgedanke ist längst nicht mehr den Herstellern von Bio-Kosmetik vorbehalten, sondern hat bereits die gesamte Kosmetikbranche erreicht. Immer mehr Pflanzen finden Eingang in herkömmliche Kosmetikprodukte und auch bei Ressourcen wie Energie und Wasser wird kräftig gespart. Was macht also echte Naturkosmetik aus und wie können Konsumenten sie sicher erkennen? Dazu muss man sagen, dass es in Österreich eine klare Sonderregelung gibt: Im Gegensatz zum restlichen Europa gilt nämlich das Lebensmittelbuch als rechtliche Basis.

Bio-Kosmetik made in Austria

Naturkosmetik liegt im Trend.

Naturkosmetik liegt im Trend.

Die Austria Bio Garantie zertifiziert als akkreditierte Bio-Kontrollstelle Bio-Produkte von deren Urproduktion bis hin zum Letztverarbeiter. Durch die Vergabe des ABG-Kontrollzeichens wird die Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben, Normen und Richtlinien garantiert. Das Prüfzeichen der Österreichischen Biokontrollstelle ABG wird bereits seit 2010 vergeben und nutzt das Lebensmittelbuch als Basis, während in Deutschland und Europa privatrechtliche Standards wie die Richtlinien für kontrollierte Naturkosmetik des BDIH oder der NATRUE-Standard zum Tragen kommen. Damit ist Österreich das erste EU-Land, das einen rechtlichen Rahmen für die Kennzeichnung von Bio-Kosmetik bildet – und noch dazu einen der strengsten.

Naturkosmetik ist en vogue

„Die Naturkosmetik-Kundin (oder auch der Kunde) ist sehr gut vorinformiert, besonders kritisch und vor allem konsequent. Sie toleriert kein Nebeneinander. Sie verlangt in allen Belangen „Natur“ und von allen Mitarbeitern ein fast bedingungslos gelebtes Naturbewusstsein. Darum gibt es bei uns keine Marke und kein Produkt, die nicht von uns persönlich geprüft wurden. Das gilt für das Reformhaus ebenso wie für unsere Naturparfümerie“, weiß Christina Wolff-Staudigl, GF Staudigl Naturparfumerie (& Reformhaus).

Bio-Kosmetik – gut für Köper und Umwelt

Bio-Kosmetik tut gut und wirkt sich auch auf die Umwelt positiv aus.

Bio-Kosmetik – en vogue, gut für Körper und Umwelt.

Echte Bio-Kosmetik definiert sich, davon abgeleitet, über einen ganzheitlichen Ansatz: Herkunft und Auswahl der eingesetzten Rohstoffe, ihre schonende Verarbeitung, die Verpackung für das fertige Produkt und die Beziehungen aller an diesem Prozess beteiligten Menschen sowohl untereinander als auch zur Natur stehen im Mittelpunkt. Dazu gehört natürlich auch die Verantwortung für den Verbraucher. Alle in der Naturkosmetik eingesetzten Wirkstoffe sollen der Gesunderhaltung, der nachhaltigen Pflege und der natürlichen Verschönerung des Körpers dienen.

Für den Verbraucher heißt das: Mit dem Kauf echter Naturkosmetik wird neben verantwortungsvoller Schönheitspflege auch ein sinnvoller Beitrag zum Umweltschutz, zum Tierschutz und zur Schaffung menschenwürdiger Arbeitsverhältnisse geleistet. Tierische Rohstoffe sowie künstlich hergestellte Farb- und Duftstoffe sowie Mineralöle und Parabene werden für die Herstellung von Naturkosmetik konsequent ausgeschlossen. Und immer mehr renommierte Hersteller achten nicht nur auf natürliche Inhaltsstoffe, sondern verwenden auch umweltfreundliches Verpackungsmaterial für ihre Produkte.

Herkömmliche Kosmetikprodukte enthalten meist synthetische Farb-, Duft- und Konservierungsstoffe, welche auf unserer Haut Allergien und andere Krankheiten auslösen können. Dabei ist vor allem wichtig, was keinen Einsatz in Naturkosmetik findet, nämlich Mineralöle oder Silikone. Stattdessen setzt Bio-Kosmetik auf wirkstoffreiche pflanzliche Öle. Außerdem kommen ätherische Öle zur Beduftung zum Einsatz und zahlreiche Extrakte aus verschiedenen Pflanzenteilen. Was macht Naturkosmetik denn nun aus?

Einige Hersteller bieten auch dekorative Kosmetik als Bio-Kosmetik an.

Einige Hersteller bieten auch dekorative Kosmetik als Bio-Kosmetik an.

„Nachvollziehbare Herkunft und Auswahl der eingesetzten Rohstoffe, keine chemischen Konservierungsstoffe, frei von Petrochemikalien und Silikon, Wirkstoff-schonende, umweltfreundliche Verarbeitung, konsequente Beachtung des Tierversuchsverbotes bei der Entwicklung und Herstellung der Produkte und umweltfreundliche Verpackung“, fasst Wolff-Staudigl die wesentlichen Punkte zusammen.

Naturkosmetik – die Kraft der Natur

Nachhaltigkeit ist bereits aus den Kinderschuhen des Treds herausgewachsen und bildet einen festen Bestandteil in der Beauty-Branche. Doch Vorsicht ist geboten: Naturkosmetik ist kein geschützter Begriff – es mischen sich viel „Pseudo-Anbieter“ in den Handel, die nur Schein-Natur-Pflege offerieren. Viele Hersteller konventioneller Kosmetik wollen auf der Trendwelle mitsurfen und bewerben ihre Produkte als „organic“, „bio“ oder „natural“ – obwohl es sich oft um chemische Cocktails, Paraffine und Silikonöle handelt, die lediglich mit wenigen pflanzlichen Rohstoffen versetzt wurden. Wer Wert auf echte Naturkosmetik legt, sollte sich daher an verlässlichen Qualitätssiegeln orientieren.


Kriterien für Bio-Kosmetik made in Austria

  • ŸMindestens 95 % der eingesetzten landwirtschaftlichen Komponenten stammen aus biologischer Landwirtschaft.
  • ŸDie Produkte sind gentechnik-frei.
  • ŸDie Verarbeitung der Rohstoffe erfolgt umwelt- und produktschonend, mit wenigen definierten Verarbeitungsprozessen.
  • ŸFairer Handel mit RohstoffproduzentInnen, Unterstützung bzw. Einrichtung entsprechender Sozialprojekte.
  • ŸKeine Tierversuche am Endprodukt.
  • ŸEin 100 %-iger Anteil an natürlichen Bestandteilen ist anzustreben: Chemisch modifizierte Konservierungsstoffe können nur bis zu einem maximalen Prozentsatz von 5 % eingesetzt werden.
  • ŸBei Verwendung von tierischen Rohstoffen dürfen diese ausschließlich vom lebenden Tier verwendet werden.

 

Hier gehts zu den Bio-Kosmetik Marken für natürliche Schönheit und Wohlbefinden.

Mag. Alexandra Schlömmer für LIFECHANGE.AT

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *