HAUSTECHNIK
Schreibe einen Kommentar

LIFECHANGE Energie-Spartipps

Yuganov-Konstantin_sh

In unseren Breiten ist es keine Seltenheit, dass die Heizung sieben Monate und auch noch mehr im Dauereinsatz ist, um wohlige Wärme ins Haus zu bringen und so ganz nebenbei auch noch für die Warmwasserbereitung zu sorgen.

Das lässt nicht nur die Heizkosten steigen, sondern belastet natürlich auch die Umwelt durch die bei der Verbrennung entstehenden Emissionen.

Senken Sie Ihre Heizkosten ohne Komfortverlust

Tipp 1: Raumtemperatur

Überhitze Räumlichkeiten führen nicht nur zu einer raschen Ermüdung und Unwohlsein, sondern erhöhen auch den Energieverbrauch und damit auch die Heizkosten erheblich. Ein Plus von lediglich 1 °C lässt die Heizkosten um ca. 6 % in die Höhe schnellen. Daher bei Heizkörpern mittels Thermostatventilen die für Sie angenehmste Raumtemperatur wählen. Übrigens: einen besonders gesunden Schlaf genießt man bei rund 16 bis max. 18 °C.

Tipp 2: Wohnraumlüftung

Leider auch heute immer noch gang und gäbe. Rasch die Fenster kippen, bevor man sich auf den Weg zur Arbeit oder zum Einkauf macht. Damit man die frische Luft beim Nachhausekommen so richtig genießen kann. Leider der falsche Weg, für die Lüftung von Räumen zu sorgen. Ideal wäre, wenn man zwei gegenüberliegende Fenster für rund 5 Minuten öffnet und so für einen entsprechenden Luftwechsel sorgt. In Räumlichkeiten, in denen man sich lange aufhält (zB Wohnzimmer) den Lüftungsvorgang rund vier- bis fünfmal pro Tag wiederholen. Auch so senken Sie Ihre Heizkosten!

Tipp 3: Heizungsregelung

Moderne Heizungsregelungen können sehr viel, müssen aber auch entsprechend eingestellt werden, um die vollen Vorzüge hinsichtlich der Einsparung von Heizkosten genießen zu können. Zwar ist jede Regelung bereits vorprogrammiert, aber im eigenen Sinne sollte man bereits bei der Erstinbetriebnahme – natürlich gemeinsam mit dem Heizungstechniker – eine auf Ihre individuellen Bedürfnisse abgestimmte Feinjustierung vornehmen.

Tipp 4: Kessel sauber halten

Durch den Verbrennungsprozess bilden sich im Laufe der Zeit Rückstände, die sich naturgemäß an den Kesselwänden ablagern. Ist zwar jetzt nicht weiter besonders störend, aber hinsichtlich der effizienten Wärmeübertragung an das Kesselwasser sicherlich nicht als positiv zu bewerten. Denn bereits eine Belagsbildung von lediglich einem Millimeter kann den Energieverbrauch und somit die Heizkosten um rund 5 % erhöhen. Eine Kesselreinigung kann man – mit den entsprechenden Reinigungsbürsten, die zu jeder Heizzentrale vom Kesselhersteller mitgeliefert werden – selber durchführen und dauert in der Regel nur wenige Minuten. Öl- oder Gasgeräte sollten zumindest einmal jährlich gereinigt werden. Bei festen Brennstoffen empfiehlt sich eine Kesselreinigung zwei- bis dreimal während der Heizperiode.

Tipp 5: Warmwasserbereitung

War es früher üblich, den integrierten Warmwasserspeicher immer auf dem gleich hohen Temperaturniveau wie den Heizkessel zu halten, so kann man bei modernen Heizzentralen und mit Hilfe der Heizungsregelung für eine effiziente Warmwasserbereitung sorgen. Konkret: Wählen Sie eine Warmwassertemperatur von rund 55 bis max. 60 °C, die über die Heizzentrale aufbereitet werden soll. Völlig ausreichend, um genügend „Plitsch-Platsch“ zur Verfügung zu haben. Nutzen Sie auch die bedarfsgerechte Warmwasserbereitung. Wenn beispielsweise während der Woche von 8.00 bis 16.00 Uhr alle außer Haus sind, dann kann man während dieser Zeit den Boilervorrang auch ausschalten. Reduziert auf jeden Fall die Strahlungsverluste des Warmwasserspeichers und somit auch die Heizkosten.

Tipp 6: Heizungspumpen

Sie haben noch keine Drehzahl geregelte Energie-Effizienzpumpe und möchten dennoch Heizkosten sparen? Dann kontrollieren Sie – gemeinsam mit einem Heizungsfachmann – die Einstellung der vorhandenen Heizungspumpen. Denn die meisten herkömmlichen Heizungspumpen haben zwei oder drei Leistungsstufen, die man händisch einstellen kann. Je höher die Leistung, desto höher der Stromverbrauch sowie die Fließgeschwindigkeit des Heizungswassers zu den einzelnen Wärmeabgabestellen. Daher Leistung der Pumpe so wählen, dass man auch mit einer geringeren Fließgeschwindigkeit die gewünschten Raumtemperaturen erzielt. Spart Strom und Heizkosten.

Tipp 7: Düsengröße

Speziell für all jene Endverbraucher interessant, die noch auf eine Ölheizung setzen und trotzdem Heizkosten sparen möchten. Die Praxis zeigt leider immer wieder, dass gerade ältere Ölheizungen überdimensioniert betrieben werden. Denn jeder Heizkessel hat eine gewisse Leistungsbandbreite (zB 14 – 20 kW). Durch entsprechende Wahl der Düse muss man auch bei kleineren Leistungen nicht frieren und spart Energie, weil das „Takten“ (Ein- und Ausschalten des Brenners) reduziert wird und somit weniger Start-/Stoppverluste entstehen. Ihr Servicefachmann hilft Ihnen dabei gerne.

Tipp 8: Körperpflege

Der Energieverbrauch für ein volles Wannenbad mit 200 Liter und einer Warmwassertemperatur erwärmt von 15 auf 40 °C liegt bei rund 5,8 kWh. Entspricht vom reinen Energieinhalt her ca. 0,6 Liter Heizöl Extraleicht oder 1,2 kg Holz-Pellets. Im Vergleich dazu begnügt sich ein Duschbad (ca. 40 Liter Warmwasser mit 40 °C) mit lediglich ca. 1,2 kWh. Somit ist das eine Energieeinsparung von rund stolzen 80 %! Energie- oder Heizkosten lassen sich also auch bei der täglichen Körperpflege sparen.

Gerald Zanjat für LIFECHANGE.AT

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *