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Landwirtschaft ohne Glyphosat

Tepikina-Nastya_shutterstoc

Gylphosat, das meistverkaufte und meistverwendete Pestizid der Welt, wurde von der WHO als “wahrscheinlich beim Menschen krebserregend“ eingestuft. Trotzdem droht nun eine Wiederzulassung in der EU für weitere 10 bis 15 Jahre.

Im Streit um das umstrittene Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat hat die EU-Kommission im Juli dieses Jahres beschlossen, dem Expertenausschuss eine Verlängerung der Zulassung um zehn Jahre vorzuschlagen. In dem veröffentlichten Vorschlag der EU-Kommission heißt es, die Begrenzung auf zehn Jahre sei angesichts der Risikoabwägung „angemessen“. Die entsprechende Abstimmung innerhalb der EU wird voraussichtlich im November erfolgen..

Über die österreichische Position bei dieser Abstimmung wurde nun auch im Nationalrat abgestimmt. Dank einer Koalition von SPÖ, FPÖ und Grünen beschloss eine Mehrheit der Abgeordneten, Umweltminister Andrä Rupprechter zu binden, sich auf EU-Ebene für ein Verbot von Glyphosat auszusprechen.

Guter Ackerbau ohne Glyphosat und andere Pestizide

Glyphosat-Befürworter behaupten unermüdlich, dass die heimische Landwirtschaft ohne dieses gesundheitsgefährdende Mittel einfach nicht mehr funktionieren würde. Landwirte könnten angeblich nur mit dem Einsatz von Glyphosat wirtschaftlich arbeiten.

GLOBAL 2000 hat nun mit Landwirten gesprochen, die früher Glyphosat gespritzt hatten, nun aber gänzlich auf Pestizide verzichten – und sogar sehr erfolgreich zurecht kommen. In den Gesprächen mit den Experten des Landbaus wird deutlich: Die Glyphosat-Zulassung sollte nicht nur auslaufen, weil es ein krebserregendes Pestizid ist. Sondern auch weil guter Ackerbau auch ohne Glyphosat und andere Pestizide möglich ist.

“Wir sehen gar kein Problem ohne Herbizid, wir sehen nur Probleme MIT Herbizid.“ sagt zum Beispiel Herbert Triebaumer vom Weingut Ernst Triebaumer in Rust am Neusiedler See und Fritz Loidl vom Biobauernhof Loidl in der Steiermark meint: “Vor 40 Jahren haben wir das auch nicht gehabt, das war überhaupt kein Thema.“

 

 

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