GESUNDHEIT, TECHNOLOGIE
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Heilung von Blindheit bald möglich?

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Forscher teilen eine Vision: Heilung von Blindheit durch nachwachsende Retinas und optische Nerven

Neuronen sind lebenswichtig, doch sind es oft Krankheiten oder Unfälle, die diese zerstören. Das ist die traurige Wahrheit für Personen, die ihre Sehkraft aufgrund von Makuladegeneration oder durch ein Glaukom verlieren. Beides zerstört die Retina oder Netzhaut – den Sehsensor des Auges – oder die optischen Nerven, die die Augen mit dem Gehirn verbinden.

Doch wie Forschungen in jüngster Zeit zeigen, sind manche scheinbar unwiderruflichen Gesetze in Verbindung mit der menschlichen Gesundheit dazu da gebrochen zu werden. Und das mag in naher Zukunft auf das Gesetz unwiderruflicher Nervenschäden zutreffen. So bestätigte das “National Eye Institut” der amerikanischen Regierung kürzlich eine Finanzierungszusage in Höhe von 12,4 Millionen USD für sechs Studien in Verbindung mit Technologien, wodurch sich das zerstörte Augenlicht regenerieren könnte.

Nachwachsende Neuronen bei Tieren verhindern Blindheit

Blindheit kann beispielsweise heute schon im Falle von grauem Star geheilt werden. In einer OP, die weniger als eine Stunde dauert, wird die getrübte Augenlinse durch eine klare synthetische Linse ersetzt. Ist aber der hintere Teil des Auges betroffen, so bleibt die Schädigung im Allgemeinen für immer. Zu diesen Schädigungen zählen die Makuladegeneration, die die Netzhaut zerstört. Ebenso ein Glaukom, das den Augendruck aufgrund einer Flüssigkeitsansammlung erhöht und die optischen Nerven beschädigt. Zusätzlich gibt es noch einige genetische Defekte, die die Sehkraft schwerst beeinträchtigen können.

Anders als bei den Menschen, haben manche Tiere Neuronen, die nachwachsen und damit kaputte Augen reparieren können. Sollte es Forschern möglich sein, dies auch für die Menschen anzuwenden, könnten nicht nur Krankheiten wie Blindheit geheilt werden, sondern auch solche des Gehirns und anderer Nervenzellen.

Hoffnung für Blindheit

Eine der Studien, die derzeit auf der Vanderbild Universität durchgeführt wird, versucht beispielsweise, so genannte Müllerzellen (Gliazellen in der Netzhaut) umzuprogrammieren. Diese sollen dann die Aufgabe der toten Photorezeptoren (lichtempfindlichen Sinneszellen eines Auges) übernehmen. Das geschieht beispielsweise beim Zebrafisch. Nun werden die Möglichkeiten untersucht, dies auch für den Menschen anwendbar zu machen.

Ein anderes Projekt ist darauf ausgerichtet, das Problem mit den Stammzellen zu beheben. Es ist bereits möglich, eine Stammzelle als Ersatz für tote Photorezeptoren heranzuziehen. Doch hat man es noch nicht geschafft, diese mit dem restlichen Auge zu verbinden. Die Universität von Wisconsin forscht nach genetischen und molikularen Möglichkeiten, um diese Stammzellen soweit zu bringen, sich selbst mit der Netzhaut zu verbinden.

Bleibt zu hoffen, dass diese Vision in naher Zukunft zur Realität wird und die Medizin dahingehend Fortschritte macht, Krankheiten auszumerzen, die das Augenlicht zerstören.

Quelle: www.fastcoexist.com

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