GENUSS, GESUNDHEIT
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Glasklares Wasser – Genuss statt Sparverdruss

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Nahezu unerschöpflich sprudelt in Österreich das blaue Gold aus scheinbar unzähligen Quellen und Brunnen um unseren Wasserbedarf von 130 Litern pro Person und Tag zu stillen.

Reines Wasser in unseren Seen

Wir lieben unser Wasser und sind stolz darauf. Und das zu Recht: Denn in kaum einem anderen Land der Welt ist es möglich, die Bevölkerung täglich mit 100 % Grund- und Quellwasser versorgen zu können. Und sogar viele unserer Seen verfügen über eine derart hohe Wasserqualität, dass wir in Trinkwasser schwimmen können.

Und dennoch leben auch wir auf keiner Insel der Seligen und so manches Handeln führt zu einer Belastung unserer Wasserressourcen. Die konventionelle Landwirtschaft beispielsweise bringt großflächig Dünger und Pflanzenschutzmittel aus und so können Nitrat und Pestizide ins Grundwasser gelangen.

“Viele unserer Seen verfügen über eine derart hohe Wasserqualität, dass wir in Trinkwasser schwimmen können.”

Dies gilt übrigens auch im privaten Bereich: Um auf einen makellos grünen Rasen zu liegen und  die größten und schönsten Tomaten im eigenen Gemüsebeet zu ziehen, wird fleißig auf Verdacht jedes Jahr unbedacht darauf los gedüngt. Das hat dazu geführt, dass ein Großteil der heimischen
Gärten überdüngt ist und entsprechende Stoffe ebenfalls ins Grundwasser eingetragen werden.

Wasser - Nahezu unerschöpflich sprudelt in Österreich das blaue Gold.Auch Medikamente dürfen keinesfalls über die Toilette entsorgt werden. Denn nicht alle Wirkstoffe in Tabletten oder Arzneisäften können in der Kläranlage vollständig abgebaut werden und so gelangen Antibiotika, Östrogen und Co. in unseren Wasserkreislauf zurück.

Wasser aus dem Hausbrunnen

Über die große Anzahl von Wasserversorgungsunternehmen hinaus, versorgen sich eine Million Menschen in Österreich gleich mit einem eigenen Hausbrunnen selbst – d.h. sie sind gar nicht an das öffentliche Netz angeschlossen. Eine schöne Tatsache, Herr über seinen eigenen Brunnen zu sein. Mein großes Anliegen an alle Hausbrunnenbesitzer gilt einer regelmäßigen Kontrolle der Wasserqualität und des Zustandes des Hausbrunnens. Denn nur allzu oft erleben wir, dass Brunnenanlagen mit Fäkalkeimen oder anderen Verunreinigung belastet sind und das Wasser damit als nicht genussfähig einzustufen ist. Dies ist oft Folge von baulichen Mängeln an Brunnen oder Einträge von verunreinigtem Oberflächenwasser.

Wasser-Genuss statt Sparverdruss

Wir gebrauchen in Österreich lediglich ca. 3 % von dem Wasser, das uns täglich zur Verfügung steht. Und dennoch wird eingemahnt, Wasser zu sparen. Sei es das Motto „Duschen statt Baden“ oder die Aufforderung Durchflussbegrenzer in den Wasserhahn einzubauen. Aber sollten wir nicht vielmehr unseren Naturschatz bewusst genießen? Was haben wir von unserem „blauen Gold“, wenn wir es nicht ausreichend nutzen sollen?

“Österreich ist reich an Wasser und wir haben ein Recht, diesen Naturschatz maßvoll zu gebrauchen und auch zu genießen.”

Österreich ist reich an Wasser und wir haben ein Recht, diesen Naturschatz maßvoll zu gebrauchen und auch zu genießen. Verstehen Sie mich bitte nicht falsch: Dies bedeutet keinen Aufruf zum exzessiven Wasserverbrauch oder eine Rückkehr zur Wasserverschwendung! Und auch das Autowaschen in einer Trockenperiode muss nicht unbedingt sein. Aber durch  einen geringeren Wasserverbrauch lassen sich keine Wasserreserven für etwaige künftige Wasserknappheiten in Österreich aufbauen. Und so tragisch dies ist, bringt ein verringerter Wasserverbrauch in Österreich auch keine Verbesserung in den wasserarmen Staaten.

Gefragt für die Zukunft sind vielmehr ein sorgsamer Umgang mit dem Wasser und der Schutz der Wasserressource selbst sowie eine Vernetzung der Infrastruktur.

Seien wir uns unserer außergewöhnlichen Wassersituation bewusst, schützen wir unser Grundwasser für die nächsten Generationen und nutzen wir das Wasser maßvoll und mit vollem Genuss!

Mag. Thomas Schlatte für LIFECHANGE.AT

Wichtig ist ein sorgsamer Umgang mit unserem Wasser.

Wichtig ist ein sorgsamer Umgang mit unserem Wasser.

 

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