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Ein Restaurant, das Obdachlose speist

Photographee.eu_sh

Der letzte Schrei bei den Restaurants ist es, Arme und Obdachlose zu speisen. Eines der jüngsten dieser Art ist das spanische Restaurant Robin Hood. Zahlende Kunden, die ein Frühstück oder Mittagessen einnehmen, zahlen zusätzlich für ein Drei-Gänge-Menü für Personen, welche sich keines leisten können.

In einem kleinen Backsteinbau in Madrid sitzen die Gäste an Tischen mit weißen Tischtüchern. Vor ihnen die Drinks in Kristallgläsern, sowie ein 3gängiges Menü bestehend aus Vor-, Haupt- und Nachspeise. Das Restaurant öffnet seine Pforten für ungefähr 100 Gäste pro Abend, wobei keiner von diesen etwas fürs Essen bezahlt. Die Gäste sind obdachlos. Diejenigen, die im Robin Hood ihr Frühstück oder Mittagessen einnehmen, zahlen im Voraus, sodass die Abendgäste gratis essen können. Zahlende Gäste geben gerne etwas mehr für herkömmliche Speisen aus, nachdem sie wissen, dass ihr Essen helfen wird, die Hungrigen und Armen zu speisen.

Essen in Würde für Obdachlose

Pablo-Blazquez-Dominguez-GeIm Dezember 2016 eröffnete der 80-jährige Priester Ángel García Rodríguez das Restaurant Robin Hood. Die Idee dahinter: Obdachlose Menschen sollten in der Lage sein, ihr Essen genauso würdevoll einzunehmen wie andere Kunden auch. Bei vielen Kunden des Robin Hood begannen die schwierigen Zeiten mit der Finanzkrise. Luis Gallardo beispielsweise verlor sein Haus nachdem seine Buchhaltungskanzlei in Konkurs ging. Seit dieser Zeit lebt der Mann auf der Straße, doch – wie er selbst sagt – erinnern ihn die Mahlzeiten im Robin Hood an bessere Zeiten.

Das Robin Hood Restaurant ist Teil eines weltweiten Trends, der einen Zugang zu gesundem Essen auch für diejenigen ermöglichen soll, die es sich eigentlich nicht leisten könnten. García Rodríguez hofft, dass sein Restaurant, das sich noch in den Anfangsphasen befindet, erfolgreich genug wird, um als Fixpunkt offen zu bleiben. Das ist selbstverständlich auch von seiner Popularität abhänigig, die aber derzeit kein Problem darstellen dürfte. García Rodríguez arbeitet gerade an einem Konzept, um bekannte oder berühmte Personen dazu zu bringen, einmal die Woche im Robin Hood als Küchenchef den Kochlöffel schwingen. Außerdem ist der März – was Reservierungen der zahlenden Gäste für Frühstück und Mittagessen betrifft – schon komplett ausgebucht.

Bleibt zu hoffen, dass noch viele Restaurants diesem Beispiel folgen werden!

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