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Earth Overshoot Day 2017 – beinahe 2 Erden für unseren Bedarf nötig

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Die Ressourcen unseres Planeten sind für 2017 aufgebraucht. Der Earth Overshoot Day war heuer wieder um einige Tage früher da als noch die letzten Jahre.

Auch dieses Jahr hat die Erde ihre jährlichen Ressourcen aufgebraucht noch bevor das Jahr zu Ende war. Seit 2. August diesen Jahres verbrauchen wir bereits die Rohstoffe, die wir uns eigentlich nicht mehr leisten können.

Nachdem wir Jahr für Jahr mehr und mehr Ressourcen benötigen, die unsere Erde in dieser Zeit nicht wieder produzieren kann, kommt der Earth Overshoot Day – der Tag an dem unser  Verbrauch den weltweiten Vorrat übersteigt – jeden Jahr noch ein bisschen früher. Letztes Jahr war es noch der 8. August, heuer schon der 2. Vor 20 Jahren fiel der Tag noch in den Oktober.

Earth Overshoot Day – 1,7 Erden werden benötigt

Tatsache ist, dass die Welt jetzt bereits 1,7 Mal ihre vorhandenen jährlichen Ressourcen benötigt, um den weltweiten Bedarf zu decken – alles andere als nachhaltig. Vor allem Industriestaaten sind in diesem Zusammenhang total aus dem Gleichgewicht. Würde man überall leben wir in den USA, bräuchte die Welt gleich fünf Erden, um den Bedarf zu decken. Im Vergleich dazu benötigt Indien beispielsweise nur 0,6 Erden. Hierfür verantwortlich die CO2-Emissionen aus Kraftwerken und die Ausbeutung von Wäldern und Meeren, wodurch die Möglichkeit der Selbsterneuerung vermindert wird.

GFN (Global Footprint Network) hat dennoch eine positive Nachricht zu verkünden. Es gibt bereits eine Handvoll Lösungen, die helfen würden, die Erde wieder in die Balance zu bringen. „Sollten wir in der Lage sein, den Earth Overshoot Day jedes Jahr nur um 5 Tage nach hinten zu verschieben, würden wir um das Jahr 2050 wieder nur einen Planeten benötigen. Und es gibt bereits Lösungen, die das ermöglichen könnten,“ so Mathis Wackernagel, CEO von GFN.

Wie wir den Earth Overshoot Day nach hinten verschieben können

Eine bessere Handhabung von Kühlmittel würde uns 9,5 Tage bringen, der offensive Einsatz von Windenergie nochmals um die 9 Tage. Die Lebensmittelverschwendung zu reduzieren würde uns 7,5 Tage zurückgeben, die Umstellung von fleisch- auf pflanzenbasierende Nahrung ebenfalls um die 7 Tage. Die CO2-Emissionen zu halbieren bringt uns sogar drei Monate.

GFN kalkulierte die Auswirkungen dieser Lösungen auf Basis von Daten des Project Drawdown, welches vom Ökologen Paul Hawken geleitet wurde. Dieser untersuchte im Besonderen, welche Schritte notwendig seien, um die Treibhausgase zu reduzieren. Er fand heraus, dass der Nahrungmittelsektor einer der Hauptverantwortlichen für Treibhausgase ist. Bereits die ersten 80 Lösungen, die Hawken erarbeitet hatte, würden genügen um die Treibhausgase entsprechend zu minimieren (mehr Detail finden Sie hier).

Jeder von uns kann seinen Teil dazu beitragen – eine Hilfe mögen die verschiedenen Footprint-Rechner bieten, die den persönlichen ökologischen Fußabdruck messen und zeigen, wo wir Änderungen vornehmen können. Wir haben keine Zeit zu verlieren! Beginnen wir also jetzt!

Quelle: fastcompany.com

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