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Die Schmetterlings-App hilft die Schmetterlinge zu retten

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Butterfly, farfalla, mariposa, papillon, metulj… Das Wort für „Schmetterling“ hat in allen Sprachen Europas einen wunderschönen Klang. Leider werden die zarten Falter auf unserem Kontinent aber immer weniger. Eine App soll dabei helfen die Schmetterlinge zu retten.

4070 verschiedene Schmetterlingsarten sind in Österreich heimisch – aber knapp 52% davon sind vom Aussterben bedroht. Eine äußerst traurige Bilanz, wenn man bedenkt, dass Österreich dennoch zu den schmetterlingsreichsten Ländern Europas zählt.

„Bei Schmetterlingen denken viele von uns an die bunten, artenreichen Blumenwiesen unserer Kindheit. Schmetterlinge zählen jedoch mittlerweile zu den gefährdetsten Tierarten weltweit, obwohl sie einen essenziellen Beitrag zu unserem Ökosystem leisten. Breite Maßnahmen zu ihrem Schutz sind hier wesentlich und wir alle können und müssen dazu beitragen, ihren Lebensraum zu erhalten. Die Schmetterlings-App ist ein wichtiger Beitrag dazu“, sagt Ronald Würflinger, Geschäftsführer der Stiftung „Blühendes Österreich“.

Deshalb hat die Stiftung „Blühendes Österreich“ in Kooperation mit GLOBAL 2000 dieses Projekt ins Leben gerufen. Mithilfe der App „Schmetterlinge Österreichs“ können gesichtete Tiere fotografiert und schnell mit Ortsangabe hochgeladen werden. Dort werden sie dann gemeinsam bestimmt.

Die App ist leicht in der Anwendung und die fotografierten Tiere können auch online auf www.schmetterlingsapp.at begutachtet werden. Als Vorbild für die Applikationsnutzung diente die Verkupplungsapp „Tinder“. Die Schmetterlingsbilder können durch einfach Hin- & Herwischen mit einer Gattung „gematcht“ werden. Können die Falter nicht bestimmt werden, so bietet die Community die Möglichkeit der Diskussion, um welche Schmetterlingsart es sich handeln könnte.

Derzeit sind rund 140 Gattungsbeschreibungen in der App verzeichnet, die sofort zu den Fotos hinzugefügt werden können. Allerdings werden laufend neue Schmetterlinge hinzugefügt und die App somit ständig aktualisiert.

Die Schmetterlingsvielfalt ist ein wesentlicher Indikator für ein gesundes Ökosystem. „Sie haben allerdings – im Gegensatz zu den Honigbienen – noch keine organisierte Lobby, die ihre Anliegen unterstützt, obwohl sie wichtige Bestäuber der Pflanzenwelt sind“, sagt Martin Aschauer von GLOBAL 2000.

Wer sich jetzt die App „Schmetterlinge Österreichs“ gratis auf sein Smartphone laden und somit an der Volkszählung der heimischen Tagfalter teilnehmen möchte, erhält außerdem als Dankeschön ein Erste-Hilfe-Packerl. Darin sind eine Saatgutmischung für ein kleines Stück Blumenwiese, ein Schmetterlingsposter und eine Broschüre für den schmetterlingstauglichen Garten enthalten.

Eine wundervolle Idee, die man auf jeden Fall unterstützen sollte!

Judith Brandstötter für LIFECHANGE.AT.

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