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Der Klimawandel bedroht die Pinguin Kolonien in der Antarktis

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Schlechte Nachrichten für Pinguine. Aufgrund des Klimawandels wird ihre Heimat in der Antarktis langsam aber sicher zu warm für sie. Bis 2060 könnte die Population der Adelie Pinguine um 20 %, bis 2099 sogar um 60 % sinken.

Adelie Pinguine benötigen einen sehr speziellen Lebensraum, der eigentlich gar nicht so selten ist. Sie bauen ihre Nester auf festem Untergrund, frei von Schnee oder Eis. Und sie verwenden Kieselsteine um ihre Eier und Jungen trocken zu halten. Schmelzwasser kann dazu führen, dass die Eier oder die Jungen ertrinken. Und aufgrund des Klimawandels ist Schmelzwasser ja leider zur Genüge vorhanden.

Dmytro-Pylypenko_shutterstoZusätzlich – so besagen einige Studien der Universität Delaware – stört das warme Wasser den Krill-Bestand, welches die Hauptnahrungsquelle der Adelie Pinguine ist.

Die Studie beruht auf jahrzehntelangen Beobachtungen durch Satelliten und wertete Daten in Bezug auf die Temperatur der Wasseroberfläche und der Zusammensetzung des Eises aus. Basierend auf diesen Auswertungen wurde ein Modell gebaut, das ideal für die Aufzucht von Pinguinküken ist. Indem die Forscher zukünftige Klimaveränderungen mit ihrem Pinguinmodell in Verbindung bringen, können sie voraussagen, wie der Klimawandel sich in Zukunft auf den Pinguinbestand auswirken wird.

Der Adelie Pinguin als Indikator für die Auswirkungen der globalen Erwärmung

Der Lebensraum der Adelie Pinguine braucht die richtige Balance zwischen Wasser, Eis und trockenem Land. Doch gerade hier verschmelzen die Grenzen aufgrund des Klimawandels. Ein gewisser Grad der Erwärmung wäre an sich nicht so schlecht für diesen Pinguin, da er neue Brutplätze schafft. Doch die Erwärmung ist schon jetzt viel zu weit fortgeschritten, sodass Schmelzwasser und das sich zurückziehende Eis ganze Kolonien bedroht.

Adelie Pinguine sind nicht die einzige Spezies, die vom Klimawandel betroffen ist. Doch aufgrund ihres leichter zu beobachtenden Lebensraumes sind sie ein guter Indikator dafür, welche schlimmen Auswirkungen noch zu befürchten sind.

Bleibt zu hoffen, dass die Maßnahmen zum Schutz des Klimas endlich von allen Ländern durchgesetzt werden. Wir haben nur eine Erde. Es ist daher unumgänglich, unsere Liebe und Empathie für die Natur zu erneuern. Ansonsten werden wir bald eine zweite Erde benötigen.

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