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CHASING CORAL visualisiert die greifbaren und verheerenden Auswirkungen der Erderwärmung

ChasingCoral

Der Dokumentationsfilm Chasing Coral – Gewinner eines Sundance Film Festival Audience und eines Fast Company’s 2018 World Changing Ideas Awards – zeigt, wie die Erwärmung die Korallen vernichtet. Man hofft dadurch, die Zuseher zu motivieren, endlich die notwendigen Schritte für unser Klima zu setzen.

In einer der fesselnden Eröffnungsszenen des Dokumentarfilms Chasing Coral schwimmt ein Taucher durch ein mit Leben gefülltes Korallenriff: Meeresschildkröten, leuchtend blaue und gelbe Fische und Korallen in blassgelben, olivgrünen und gedämpften Blau- und Brauntönen.

Etwas später sieht man den Taucher – den ehemaligen Anzeigenmanager Richard Vevers, der die Unternehmenswelt verlassen hat, um eine Nonprofit-Organisation im Ozean zu gründen – mit einem Forscher bei einem Tauchgang in Florida. Dort hat das erwärmende Wasser bereits eine Massenbleiche an Korallen verursacht hat. Hier sind nur noch Korallenskelette zu sehen.

Korallenbleiche – direkte Folge des Klimawandels

Die Korallenbleiche ist nicht nur eine Tragödie für unsere Ozeane, sondern auch eine greifbare und direkte Folge des Klimawandels. Extremes Bleichen tritt im Normalfall auf, wenn Korallen überhitzen. Dieses Phänomen gab es früher alle 25 oder 30 Jahre. Jetzt geschieht es alle fünf oder sechs Jahre. Da Korallen aber etwa ein Jahrzehnt benötigen, um sich von jeder Bleichung zu erholen, sterben sie nun ab und verheeren so die Ökosysteme der Ozeane. Eine neuere Studie besagt, dass seit den 1980er Jahren an 94% der Riffe eine starke Bleichung stattgefunden haben soll.

Chasing Coral fesselt mit Bildern

Der Film Chasing Coral geht anders an die Sache heran als so manch andere Filme, die den Klimawandel mit Hilfe von Diagrammen und Graphiken aufzeichnen. „Wenn wir alle mit den schönen Bildern des Planeten fesseln können und dann aufzeigen, wie drastisch und tiefgreifend die Veränderungen sind, die als Folge für unser Handeln geschehen, ist das ein kraftvoller Doppelschlag,“ so Direktor Jeff Orlowski. Der Film soll das Eingreifen der Menschen in die Natur visualisieren und Emotionen erzeugen.

Seit der Veröffentlichung des Dokumentarfilms auf Netflix hat Orlowskis Studio Exposure Labs mehr als 1.000 Vorführungen mit Schwerpunkt auf Gemeinden im Mittleren Westen und Südosten der USA durchgeführt. „Wir haben mit Bereichen zusammengearbeitet, die normalerweise nicht für die Umweltarbeit bekannt sind. Und wir versuchen Wege zu finden, lokalen Gemeinschaften dabei zu helfen, sich wirklich für Klimalösungen einzusetzen und nachhaltige Energie und Klimaschutzmaßnahmen zu priorisieren“, so Orlowski. „Wir arbeiten auch mit unterschiedlichsten Partnern zusammen, um ihnen mehr Stimme und entsprechende Werkzeuge in die Hand zu geben.“

Chasing Coral soll zum Handeln motivieren

Ziel ist es, mehr Menschen zu motivieren, sich aktiv für die Umwelt und Nachhaltigkeitsinitiativen zu engagieren.  „Ich denke, eines der Dinge, die wir gelernt haben, ist, dass sich fast jeder für den Planeten interessiert“, so Orlowksi. „Es gibt nur unterschiedliche Ansichten, wenn es darum geht, Prioritäten zu setzen und das Dringlichkeitsbewusstsein zu wecken. . . . . Aber wenn Sie den Menschen zeigen: Sehen Sie – diese Korallenriffe, dieses wunderschöne Ökosystem verschwindet aufgrund unserer Handlungen, so mag es die Menschen doch dazu anreizen, über ihre eigenen Handlungen nachzudenken.“

Zu hoffen bleibt, dass auf den Wunsch etwas zu ändern auch Taten folgen!

fastcompany.com

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